Andere Baustellen

Neben der (Neu-)Verkabelung, welche doch einen enormen Aufwand mit sich zieht, wird auch an anderen Orten auf der Modelleisenbahn gearbeitet. So zum Beispiel werden die Platten für den Bahnhof Neubühl vorbereitet.

Zu Testzwecken ausgebreitete Trasseestreifen (19.06.2020)

Nach dem die Platten zuerst mit Kork überzogen wurden, werden die Gleis-Trassee auf Papier ausgedruckt und darauf gelegt. So können im Anschluss die Bohrungen für die Weichenservos gebohrt werden. Diese arbeiten sind einfacher auf den noch nicht montierten Platten vorzunehmen als dann später, wenn diese auf der Moba eingebaut sind.

Wie die Servos montiert werden, erzähle ich in einem späteren Beitrag.

Zwischenstand neue Verkabelung

Vor vier Monaten habe ich im Artikel “Vorerst wird der Fahrbetrieb eingestellt” erwähnt, dass die Verkabelung neu gemacht werden muss. In dieser Zeit ist folgendes gemacht worden.

Die Zeichnungen mit den Platten und der Platzierung der Komponenten sind im letzten Beitrag bereits gezeigt worden.

Drei neue Platten für den Aufbau der Elektronik wurden erstellt. Damit die Löcher für die Komponenten am richtigen Ort sitzen, habe ich Bohrschablonen im 3D-Drucker hergestellt. Diese ist z.B. für einen Master oder Node mit angehängtem GBM16T:

Bohrschablone für Master/Node mit GBM16T (05.06.2020)
Platte mit Bohrschablonen (14.02.2020)

So konnten die Löcher dann schnell auf die Platte übernommen werden. Danach wurden die elektrischen Komponenten aufgeschraubt. Danach ging es dann weiter mit der Verkabelung. Die Kabel gehen von den Platinen hinter der Platte durch zu den zentral montierten Lötleisten.

Platte während der Verkabelung (29.04.2020)

So können später die Kabel von den Gleis- bzw. Weichenantriebs-Anschlüssen einfach zu den Lötleisten geführt werden.

Die Platten habe ich alle in meinem Büro in der Wohnung verkabelt. Das ging etwas einfacher und hatte dazu auch etwas mehr Platz.

Fertig verdrahtete Platte bereit zur Montage (25.05.2020)

Danach transportierte ich diese Platten in den Moba-Raum und wurden unter dem Gestell montiert.

Montierte Platte unter der Anlage bevor die Anschlüsse gemacht sind (23.05.2020)
Ups – was hat sich denn hier eingeschlichen? (29.05.2020)

Kurze Erklärung zum oberen Bild, das hier reingerutscht ist 😉
Der Tiefladewagen Uaa-z der Rhb, beladen mit einem Tank, ist hier talwärts unterwegs mit dem niedlichen Traktor Tm 2/2 26. Beide Fahrzeuge sind erhältlich bei RhB-Modellbahn.

So, nun wieder weiter zum eigentlichen Thema.
Diese Kabel der bestehenden Anschlüsse habe ich zuerst aus den Kabelkanälen auf der Anlage entfernen müssen und hängen nun bei ihren Anschlüssen herunter.

Die Kabel hängen einfach so herunter (04.06.2020)

Neu werden diese Kabel in Kabelhalter (diese aus dem 3D-Drucker sind auf den Fotos ersichtlich) unter der Anlage durchgeführt. Damit komme ich auch bei späteren Wartungsarbeiten besser hinzu.

Sobald genügend Kabelhalter montiert sind, werden die Kabel an den Lötleisten der Platten angelötet. Das sollte in den nächsten Tage passieren.

Etwas will ich euch aber nicht vorenthalten. Die Verkabelung der 220V~ Speisung für die Platten wurde auch grundlegend erneuert. Vom Pult aus, kann ich mit Kippschaltern jede Platte separat mit Spannung versorgen. So werden die Stromspitzen beim Einschalten der Anlage wieder etwas minimiert.
Über ein 5-adriges Kabel gehen die geschalteten Spannungen der beiden Platten auf der rechten Seite sowie eine konstante Spannung, welche nicht ein- bzw. ausgeschaltet werden kann. Mit dieser Leitung versorge ich diverse Steckdosen unter der Anlage, damit dort Lampen, Lötkolben, Webcam oder was auch immer angeschlossen werden können.

Vorerst wird der Fahrbetrieb eingestellt

In der nächsten Zeit kann leider kein Fahrbetrieb auf der Modellbahnanlage mehr gemacht werden. Der Grund liegt darin, dass ich die Verkabelung unter der Anlage neu machen werde. Es sind doch mehr Kabel dazugekommen, als ich mir gedacht habe. Die vielen Belegtmelder und Weichen verursachen dicke Kabelstränge. Und es kommen noch laufend weitere Kabel dazu. So wie es jetzt aufgebaut ist, gefällt es mir eben nicht mehr.

Deshalb bin ich nun daran, neue und grössere Elektroniktableaus zu planen. Und damit die neuen Elektroniktableaus dann auch verkabelt werden können, muss ich die Booster und Decoder von den kleineren alten Tableaus entfernen.

Es gibt drei grössere Tableaus unter der Anlage, welche zur Wand hin an den Füssen des Rahmens angeschraubt werden. Am rechten Anlagenschenkel wird es zwei Tableaus geben, auf der linken, dem kürzeren Schenkel reicht eines.

Mein Ziel ist es, dass ich die Tableaus ausgebaut aufbauen und verkabeln kann. Danach werden diese eingeschraubt und mit der ganzen Anlagenverkabelung verbunden. Nur weiss ich noch nicht, ob ich Steck- oder Lötverbindungen machen soll. Die Steckverbindungen sind halt etwas flexibler, sind aber in der Anschaffung etwas teurer als die Lötleisten. Hier bin ich noch an der Evaluation.

Ein weiterer Vorteil der neuen Verkabelung ist, dass ich die Tableaus einzeln mit Strom versorgen und daher auch einzeln schalten kann. So werden Stromspitzen beim Einschalten der Anlage eliminiert.

So soll der Aufbau auf den neuen Tableaus aussehen:

Auf der linken Anlagenseite vorne (07.02.2020)
Dieses Tableau wird auf der rechten Anlagenseite vorne montiert (07.02.2020)
Und dieses kommt auf die rechte Seite hinten, also in der Nähe des Wendels (07.20.2020)

Nun werde ich wieder weiter planen, abbauen und verkabeln. So kann ich hier hoffentlich schon bald etwas davon zeigen.

Brückenbau

Nachdem die rohe Brücke bereits vorgestellt wurde (im Artikel “Es wächst in die Höhe“) bekam diese auch Farbe und wurde eingebaut. Dazu mehr in der nachstehenden Bildstrecke:

Die rohen Teile bekommen die Farbe (01.01.2020)
Fertig gemalte Brückenteile warten zum Verleimen (01.01.2020)
Der Leim trocknet (02.01.2020)
Die fertig bemalte und verleimte Brücke wartet auf den Einbau (03.01.2020)
Einfügen des Trassees für die Brücke (03.01.2020)
Einmessen der Brücke (03.01.2020)
Brücke provisorisch eingehängt und für das Foto mit Schienen versehen (03.01.2020)

Das Einmessen hat gezeigt, dass an dem Trasse noch etwas Material abgefeilt werden muss. Dies wird im nächsten Schritt gemacht. Danach können das Korkbett sowie die Schienen definitiv verlegt werden.

Aber zuerst hat die Brücke noch eine etwas andere Farbe bekommen. Sie wurde etwas grauer.

Die graue Farbe steht ihr auch nicht schlecht (04.01.2020)
Brücke ist eingebaut und der Leim kann trocknen (05.01.2020)
Die Brücke ist eingebaut (05.01.2020)

Jetzt fehlt nur noch das Schottern. Dieses wird gemacht, wenn auch die Gleise davor und danach eingeschottert werden. Dazu mehr in einem der nächsten Beiträge.

Erste Perronkanten sind gesetzt

Im letzten Beitrag habe ich kurz die selber gedruckten Perronkanten vorgestellt. Die ersten davon sind nun an der Haltestelle “Chreisli” gesetzt.

Die zum Einbau benötigten Perronkanten (01.01.2020)
Blick von der rechten Seite auf die montierten Perronkanten (03.01.2020)
Blick von der linken Seite auf die montierten Perronkanten (03.01.2020)

Nun können diese Gleise auch eingeschottert werden.
Das Perron wird später mit der Landschaftsgestaltung modelliert. Dazu wird in einem späteren Beitrag berichtet.

Es wächst in die Höhe

Zum Jahresabschluss schreibe ich wieder einmal, wo ich heute mit dem Bau der Modelleisenbahn stecke. In den letzten Monaten ist der Wendel gewachsen. Aktuell fehlen aber noch 3-1/2 Umdrehungen.

Wendel mit der Strecke, welche direkt vom Schattenbahnhof zum Bahnhof “Neubühl” führt
Der äussere Bogen ist die Hauptstrecke von “Oberchreisli” nach “Neubühl” auf der anderen Seite (31.12.2019)

Auf den Trassee-Bretter der Bergstrecke sind die Schienen montiert und an den Rückmeldern angeschlossen worden. So können die Züge bereits bis zum oberen Spurwechsel “Oberchreisli” verkehren.

Strecke vom Schattenbahnhof über “Niederchreisli” nach “Oberchreisli” (31.12.2019)

Auch das Einschottern der Gleise hat begonnen. Dazu benötigt es aber noch etwas Übung. Aber auch das kommt noch.

Eingeschotterte Strecke (31.12.2019)

In der Zwischenzeit habe ich einen 3D-PLA-Drucker erhalten. Damit mache ich nun die ersten Schritte.

Der 3D-Drucker im Einsatz (30.12.2019)

Als erstes habe ich mir ein Werkzeug hergestellt, damit ich die Muttern schneller und bequemer an den Gewindestangen im Wendel herunterdrehen kann. Mit dem Eigengewicht des Werkzeuges drehen sich die Muttern fast von alleine runter.

Werkzeug zur schnellen Muttermontage, hier am Beispiel an einer Gewindestange (31.12.2019)
Werkzeug zur schnellen Muttermontage (31.12.2019)

Auf der offenen Streckenführung musste eine Brücke her. Also habe ich diese auch gezeichnet und ausgedruckt. Nun fehlt noch etwas Farbe und dann kann die Brücke eingebaut werden.

Seitenteil mit der ungefähren Vorlage im Hintergrund (22.12.2019)
Brücke noch im Rohzustand (30.12.2019)

Bevor ich weiter schottern kann, muss die Haltestelle an der Bergstrecke noch beidseitig mit einer Perronkante versehen werden. Auch diese kann man mit dem 3D-Drucker erstellen. Auch hier noch etwas Farbe und schon kann das Perron mit den Kanten ausgerüstet werden.

Perronkante direkt aus dem 3D-Drucker (30.12.2019)
RBe 540 an der Perronkante, welche noch unbehandelt ist (31.12.2019)

Auch Rollmaterialmässig hat sich etwas getan.
Als Abschiedsgeschenk von meinem alten Arbeitsteam habe ich das Set mit 5 BLS EW III erhalten. Diese Komposition verkehrt nun mit einer Re 465 auf der Modelleisenbahn.
Weiter habe ich mir den RBe 540 mit BDt Steuerwagen sowie die braune Ae 3/6 I 10700 (SBB Historic) von Piko geleistet.
Alles sind wunderschöne und sehr detaillierte Fahrzeuge. Leider hatte die Ae 3/6 I etwas Mühe mit der Stromabnahme über die nichtpolarisierten Fleischmann Weichen. So musste ich kurzerhand diese Weichen etwas frisieren. Jetzt läuft auch diese Lok seiden fein über die Fleischmann Weichen.

BLS EW III Pendel mit Re 465 (29.12.2019)
Ae 3/6 I 10700 von SBB Historic (26.09.2019)
RBe 540 mit BDt auf der Fahrt bergwärts nach “Niederchreisli” (10.12.2019)

Aber auch die Elektronik musste erweitert und für den grossen Bahnhof “Neubühl” vorbereitet werden. So habe ich zwei Bretter im Schubladensystem zwischen den Spanten eingebaut. Auf diesen werden die Netzteile, die Booster, die Rückmelder sowie die Servoansteuerungen montiert.

Elektronik-Schublade links, im Vordergrund ein Teil des Spurwechsels “Oberchreiisli” (03.12.2019)
Elektronik-Schublade rechts, es hat noch viel Platz für die Komponenten des Bahnhofes “Neubühl” (03.12.2019)

Mit diesen Bildern und kurzen Erklärungen wünsche ich euch einen schönen Silvester und einen guten Rutsch ins 2020.
Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder ein paar Bauberichte mehr liefern kann.

Prost auf ein neues Jahr! (31.12.2019)

Es geht weiter

Schon sind wieder 6 Monat seit dem letzten Beitrag vergangen. In den ersten Monaten ging es nicht sehr rasch vorwärts mit dem Bau. Denn meine Diplomarbeit war zu erledigen und die Prüfung abzulegen. Aber danach hatte ich dann wieder etwas Zeit. Und das ist dabei herausgekommen.

Als erstes mussten die DKW mit normalen Weichen ersetzt werden. Das war eine recht knifflige Arbeit, mussten doch die beiden Bahnhofköpfe verlängert werden. Dadurch wurden die Abstellgleise etwas kürzer. Aber Bilder sagen mehr als Worte.

Rechter Kopf bereits im Umbau (23.12.2018)

Rechter Kopf fertig umgebaut (13.01.2019)

Linker Kopf vor dem Umbau (05.01.2019)

Linker Kopf während dem Umbau (05.01.2019)

Linker Kopf nach dem Umbau (13.01.2019)

Danach mussten alle Weichen neu verkabelt werden. Einerseits die Anschlüsse für die Weichenmotoren und andererseits mussten mehr Rückmelder eingeplant und verdrahtet werden. Bei mir gibt es keinen cm Schienen, der nicht überwacht wird.

Jetzt endlich gehts mit den Gleisen nach oben. Der Wendel entsteht.

Die Gewindestangen für den Wendel sind gesetzt (14.04.2019)

Die erste Umdrehung des Wendels liegt für die Schienen bereit, aber noch nicht ausgerichtet (14.04.2019)

Mit dem Bau des Wendels habe ich mit dem Herstellen der Spanten und dem zusägen der Trassen begonnen.

Ups – was ist denn hier passiert? (04.05.2019)

Ahh – sieht schon besser aus (04.05.2019)

Bereits sind mehrere Spanten gesetzt sowie ein erstes Trassee provisorisch eingeschoben (09.05.2019)

Alle Spanten auf der rechten Seite sind bereit für die Aufnahme der Trassen (12.05.2019)

Jetzt müssen die Trassen fertig eingepasst werden und dann kann mit dem Gleisbau begonnen werden. Dazu aber mehr im nächsten Beitrag.

Stopp den Doppelkreuzungsweichen

Vor etwas über neun Monate habe ich den Artikel “DKW sind zugelassen” verfasst. In dieser Zeit habe ich im Schattenbahnhof auch frisch-fröhlich 10 Doppelkreuzungsweichen von Fleischmann verbaut. Soweit so gut, bis ich vor ein paar Tagen eine Re 465 von Kato über eine solche Weiche in ablenkender Stellung fahren lassen wollte. Huch? Was ist denn das? Sie fährt einfach geradeaus und entgleist. Ok, weiter zur nächsten DKW und auch hier ist Schluss. Kein weiterkommen. Auch in langsamer fahrt keine Besserung 🙁

So habe ich mich kurz darauf entschlossen, alle Doppelkreuzungsweichen mit normalen einfachen Weichen zu ersetzen. Ärgerlich und mit einem grossen Aufwand (Arbeit und Finanziell) verbunden. Wäre ich doch nun schon soweit gewesen, dass ich mit dem Wendel hätte beginnen und in die Höhe bauen können. Dies wird nun durch diesen Umbau gestoppt.

Trotzdem bin ich froh, dass ich das schon jetzt bemerkt habe und nicht erst, wenn ich dann nicht mehr so gut dazugekommen wäre. Hätte ich doch von Beginn weg auf die Tipps von anderen Modellbahnbauern gehört. Jänu – langweilig wird es mir nicht 😉

Es geht los

Nachdem der Hobbyraum endlich fertig isoliert worden ist geht es los mit dem Bau der Modelleisenbahn. Zuerst wird das Gestell für die unterste Ebene zusammen geschreinert.

Grundgestell in offener Rahmenbauweise (10.02.2018)

Die ersten Trasseebretter für die Werkstätte sind montiert und die Schienen gelegt werden.

Blick auf die Werkstätte (08.03.2018)

Weiter geht es mit dem grossen Schattenbahnhof auf der Ebene 0, gegenüber der Werkstätte.

Die Weichen liegen für den Einbau bereit (29.03.2018)

Der linke Bahnhofskopf am Entstehen (29.03.2018)

Die Gleise werden ausgelegt (29.03.2018)

Der rechte Weichenkopf des Schattenbahnhofes (29.03.2018)

In der Zwischenzeit ist direkt aus Japan auch das schöne Maschinchen Ge 4/4″ bei mir angekommen. Ein wirklich tolles Teil hat hier Kato wieder auf den Markt geworfen. Und für die Digitalisierung kann der gleiche Dekoder wie für die Ge 4/4″‘ genommen werden. Das nennt man technisch durchdacht.

Die Neuste im Stall aus dem Hause Kato: Ge 4/4″ 631 “Untervaz”

DKW sind zugelassen

Heute hat die Infrastruktur nach verschiedenen Testfahrten dem Einbau von Doppelkreuzungsweichen von Fleischmann zugestimmt. So kann der Schattenbahnhof wie geplant gebaut werden.
Ein kurzer Film einer geschobenen Testfahrt zeigt, dass keinerlei Probleme zu befürchten sind.

 

Der Rahmen ist auch fertiggestellt. Die Schienen können bestellt werden und dann steht dem Gleisbau nichts mehr im Wege.

Der fertige Rahmen